Blogartikel · 8. August 2023
Shopify Internationalisierung: So optimieren Sie Ihren Store für den internationalen Markt
Wie Sie mit Shopify international verkaufen: Märkte, Sprachen, Währungen und Domains einrichten und entscheiden, wann sich ein zweiter Shop lohnt. Auf Stand Oktober 2026.

Inhalt
Die Expansion ins Ausland ist eine Herausforderung. Mit den richtigen Maßnahmen und Werkzeugen gelingt die Shopify Internationalisierung trotzdem, in vielen Fällen sogar ohne zweiten Shop. In diesem Artikel erklären wir, wie Sie Ihren Onlineshop vom lokalen auf den internationalen Markt erweitern: welche Funktionen Shopify heute mitbringt, wann Apps sinnvoll sind und ab wann sich ein eigener Shop für ein Land lohnt.
Wir haben diesen Artikel aus dem August 2023 im Oktober 2026 überarbeitet. Seitdem hat sich beim internationalen Verkauf mit Shopify einiges geändert. Die Angaben zu Funktionen und Preisen entsprechen dem Stand der Shopify-Hilfe und der Shopify-Preisseite im Oktober 2026. Beides ändert sich laufend, prüfen Sie vor einer Entscheidung den aktuellen Stand.
Shopify international verkaufen: erst den Markt prüfen
Wenn Sie internationale Kunden gewinnen möchten, empfehlen wir, klein zu beginnen und den Markt sorgfältig zu analysieren, bevor Sie Ihre Produkte anbieten. Prüfen Sie die Konkurrenz und rechnen Sie durch, wie rentabel der Verkauf im Ausland für Sie ist. Kennen Sie den Wert Ihres Produkts im Zielmarkt, und ist es für mögliche Kunden leicht erreichbar? Überlegen Sie auch, wie Lieferung und Rückversand aussehen werden.
Diese Fragen sollten beantwortet sein, bevor Sie in der Shopify-Verwaltung den ersten Markt anlegen:
- Nachfrage und Wettbewerb: Wird Ihr Produkt im Zielland gesucht, und zu welchen Preisen bieten andere es an?
- Marge: Was bleibt nach Versand, Zöllen, Zahlungsgebühren und Retouren übrig?
- Logistik: Wie lange dauert die Lieferung, und wer kümmert sich um Rücksendungen?
- Zahlungsarten: Welche Zahlungsmethoden erwarten Kunden im Zielland?
- Recht und Steuern: Welche Pflichten gelten für Preisangaben, Rechtstexte und Umsatzsteuer?
Der erste Schritt kann dann darin bestehen, Ihren bestehenden Shopify-Shop in die Sprache des Ziellandes zu übersetzen und Preise in der Landeswährung anzuzeigen.
Umsatzsteuer beim Verkauf in andere EU-Länder
Wer aus Deutschland an Privatkunden in anderen EU-Ländern verkauft, muss die Umsatzsteuer im Blick behalten. Nach § 3c des Umsatzsteuergesetzes gilt bei innergemeinschaftlichen Fernverkäufen grundsätzlich das Land als Ort der Lieferung, in dem die Ware beim Kunden ankommt. Damit fällt die Umsatzsteuer dieses Landes an. Eine Ausnahme gilt für Unternehmen mit Sitz in nur einem EU-Land, solange diese Fernverkäufe zusammen mit bestimmten Dienstleistungen an Privatkunden im EU-Ausland im vorangegangenen Kalenderjahr insgesamt 10.000 Euro nicht überschritten haben und im laufenden Jahr nicht überschreiten. Für die Meldung dieser Umsätze gibt es ein besonderes Besteuerungsverfahren nach § 18j UStG, bekannt als One-Stop-Shop (OSS). Zuständig ist in Deutschland das Bundeszentralamt für Steuern.
Das ist keine Steuerberatung. Klären Sie die Einzelheiten mit Ihrer Steuerberatung, bevor Sie den ersten Markt öffnen.
Preisangaben: Grundpreis und Streichpreise
Auch bei Preisangaben gelten Regeln. In Deutschland verlangt § 4 der Preisangabenverordnung für Waren, die nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche angeboten werden, neben dem Gesamtpreis auch den Grundpreis, und zwar unmissverständlich, klar erkennbar und gut lesbar. Wie Sie ihn in Shopify einrichten, erklären wir im Artikel Grundpreis auf Shopify. Für den internationalen Verkauf wichtig: Shopify zeigt den Grundpreis in allen Märkten mit derselben Einheit an. Ein Produkt lässt sich also nicht in einem Markt pro 100 Gramm und in einem anderen pro Unze auszeichnen.
Kündigen Sie eine Preisermäßigung an, müssen Sie Verbrauchern zusätzlich den niedrigsten Gesamtpreis nennen, den Sie in den letzten 30 Tagen vor der Ermäßigung verlangt haben (§ 11 PAngV). Die Regel geht auf die europäische Preisangabenrichtlinie zurück, die laut Shopify-Hilfe für Preisermäßigungen gegenüber Kunden im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum gilt. Shopify empfiehlt, dafür den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage in das Feld für den Vergleichspreis einzutragen (in der englischen Verwaltung „Compare-at price“) und den aktuellen Preis in das Preisfeld. Der Vergleichspreis muss dabei höher sein als der Preis.
Shopify Markets: die Grundlage der Internationalisierung
Herzstück der Shopify Internationalisierung ist heute Shopify Markets. Ein Markt ist eine Gruppe von Kunden, für die Sie den Shop gezielt anpassen. Meist sind das Länder oder Regionen. Shopify kennt aber auch Märkte für Kundengruppen, Ladengeschäfte und Verkaufskanäle. Alle Märkte verwalten Sie auf der Seite Märkte in Ihrer Shopify-Verwaltung.
Je Markt lassen sich unter anderem festlegen:
- Währung und Preise
- Sprache
- welche Produkte verfügbar sind
- Inhalte des Themes
- Domain, Subdomain oder Unterordner
- Steuern und, wo verfügbar, Versandoptionen
Damit lassen sich mehrere Länder aus einem einzigen Shop heraus verwalten, ohne für jedes Land einen eigenen Shop aufzubauen. Laut Shopify-Preisseite gehören das Übersetzen der Storefront, Preise in lokalen Währungen, lokale Zahlungsmethoden, lokale Domains sowie das Schätzen und Erheben von Zöllen und Steuern zu allen Tarifen. Einzelne Funktionen sind an Bedingungen geknüpft, vor allem an Shopify Payments.
Domains: Unterordner, Subdomain oder Länderdomain
Für jeden Markt entscheiden Sie, unter welcher Adresse er erscheint. Shopify bietet drei Varianten: Unterordner wie ihrshop.de/fr, Subdomains wie fr.ihrshop.de und eigene Länderdomains wie ihrshop.fr. Unterordner empfiehlt Shopify für die meisten Shops, weil sie sich am einfachsten einrichten und verwalten lassen und die Autorität der Hauptdomain teilen. Subdomains behandeln manche Suchmaschinen als eigene Websites. Länderdomains senden ein besonders deutliches Signal für ein bestimmtes Land, müssen aber für jeden Markt einzeln registriert werden.
Die hreflang-Tags, mit denen Suchmaschinen erkennen, welche Sprach- und Länderfassung einer Seite wohin gehört, setzt Shopify standardmäßig automatisch, einschließlich einer x-default-Fassung. Der Schalter „Automatische hreflang-Tags“ liegt unter Onlineshop > Einstellungen im Bereich „Social-Sharing-Bild und SEO“. Abschalten sollten Sie ihn laut Shopify nur, wenn eine andere hreflang-Lösung im Einsatz ist. Auch die Sitemap enthält automatisch die Adressen aller Märkte.
Preise in Landeswährung und Preisrundung
Shopify rechnet Preise standardmäßig mit dem aktuellen Wechselkurs in die Landeswährung um. Sie können Preise je Markt aber auch prozentual anpassen oder über Kataloge feste Produktpreise für einzelne Länder festlegen. Kunden sehen ihre Währung dann im Shop, im Checkout und bei Erstattungen.
Damit umgerechnete Preise nicht auf krumme Beträge enden, gibt es Rundungsregeln. Sie stehen nur Shops mit Shopify Payments zur Verfügung, und Shopify Payments muss im jeweiligen Land verfügbar sein. Aufgerundet wird auf Werte, die Shopify je Währung vorgibt, eigene Rundungsregeln lassen sich nicht festlegen. Auch insgesamt gilt: Den vollen Funktionsumfang für Preise in Landeswährung haben laut Shopify nur Shops mit Shopify Payments. Wer in einem Land exakte Preise wie 49 Franken will, legt sie als feste Preise fest.
Zölle und Einfuhrsteuern
Für Sendungen in Länder außerhalb der EU können Sie Zölle und Einfuhrsteuern direkt im Checkout berechnen und erheben. Ihre Kunden zahlen dann bei der Zustellung keine unerwarteten Gebühren. Innerhalb eines Landes und zwischen EU-Ländern berechnet Shopify keine Zölle. Ihre Produkte brauchen dafür korrekte HS-Codes (Zolltarifnummern), und Bestellungen, bei denen Kunden die Zölle im Checkout bezahlt haben, verschicken Sie mit einem Versandetikett für verzollte Lieferung (DDP, Delivered Duty Paid). Shopify berechnet für jeden Checkout, der Zölle und Einfuhrsteuern berechnet, eine Transaktionsgebühr, auch bei Testbestellungen. Nicht jedes Zielland und nicht jede Checkout-Anpassung wird unterstützt.
Automatische Weiterleitung und Länderauswahl
Shopify kann Besucher anhand ihres Standorts und ihrer Browsersprache automatisch auf die passende Fassung des Shops leiten. Eine Sprache wird dabei nur berücksichtigt, wenn sie hinzugefügt, dem Markt zugewiesen, übersetzt und veröffentlicht ist.
Für die EU gilt eine Ausnahme: Kunden aus der EU, die ein lokalisiertes Angebot mit der Länderdomain eines EU-Landes aufrufen, etwa .de, .fr oder .at, leitet Shopify nicht automatisch weiter. Die frühere Geolocation-App von Shopify, die Kunden Land und Sprache vorgeschlagen hat, wurde am 24. März 2025 abgeschaltet. Für EU-Kunden auf EU-Länderdomains empfiehlt Shopify einen Ansatz, bei dem der Kunde zustimmt, zum Beispiel über eine Geolocation-App aus dem Shopify App Store. Unabhängig davon braucht Ihr Theme eine Länder- und Sprachauswahl, über die Kunden selbst wechseln können.
Managed Markets: derzeit nur für Händler in den USA, Kanada und Großbritannien
Managed Markets erweitert die internationalen Funktionen um Leistungen von Global-e. Global-e wird dabei Merchant of Record, also Verkäufer im rechtlichen Sinn, und übernimmt unter anderem Steuern, lokale Zahlungsmethoden und die Zollabwicklung. Laut Shopify-Hilfe steht Managed Markets Händlern mit Sitz in den kontinentalen USA sowie bestimmten Shops in Kanada und Großbritannien zur Verfügung. Für Händler mit Sitz in Deutschland kommt es damit derzeit nicht infrage.
Shopify-Shop übersetzen: mehrere Sprachen mit Translate & Adapt
Shopify-Themes sind in der Regel für Übersetzungen und mehrere Währungen vorbereitet. Je nach Tarif können Sie bis zu 20 Sprachen aktivieren (Basic, Grow und Advanced) oder bis zu 30 mit Shopify Plus. Sprachen fügen Sie unter Einstellungen > Sprachen hinzu und weisen sie anschließend den passenden Märkten zu.
Für die Übersetzung empfiehlt Shopify die eigene App Translate & Adapt. Sie ist kostenlos und übersetzt bis zu zwei Sprachen automatisch. Weitere Sprachen übersetzen Sie selbst oder lassen sie übersetzen, entweder direkt in der App, per CSV-Import oder mit einer kompatiblen App eines Drittanbieters. Automatische Übersetzungen sollten Sie vor der Veröffentlichung gegenlesen lassen, vor allem Produkttexte, Größenangaben und Hinweise zu Versand und Rückgabe. Ihre Shop-Richtlinien übersetzt die App nicht automatisch, sie lassen sich nur von Hand übersetzen.
Translate & Adapt kann Inhalte außerdem je Markt anpassen, nicht nur übersetzen. Shopify nennt als Beispiel unterschiedliche Begriffe für dasselbe Produkt im britischen und im amerikanischen Englisch. Im deutschsprachigen Raum hilft das etwa bei der Schweizer Schreibweise ohne ß oder bei österreichischen Begriffen wie „Jänner“.
Shopify-Theme übersetzen
Alle kostenlosen Shopify-Themes unterstützen mehrere Sprachen. Voraussetzung ist eine Sprachauswahl im Theme, über die Kunden wechseln können. Individuelle Themes müssen interne Links über das Liquid-Objekt routes bauen, damit sie in jeder Sprache auf die richtige Adresse führen. Feste Texte des Themes, etwa Beschriftungen von Buttons, Hinweise und Fehlermeldungen, übersetzen Sie ebenfalls in Translate & Adapt, per CSV oder mit einer Drittanbieter-App.
Wenn wir für Sie ein individuelles Shopify-Theme entwickeln oder Ihren Shop neu gestalten, richten wir Sprach- und Länderauswahl, Übersetzungen und Währungen gleich mit ein. Mehr dazu unter unseren Leistungen.
Übersetzte URLs
Auch die Adressen von Produkten und anderen Seiten lassen sich inzwischen übersetzen. Aus ihrshop.de/products/stuhl kann in der französischen Fassung zum Beispiel ihrshop.de/fr/products/chaise werden. Dabei gelten drei Einschränkungen: Der Pfadteil wie /products/ bleibt unübersetzt. Die automatische Übersetzung in Translate & Adapt erfasst keine URL-Handles, Sie tragen sie je Sprache von Hand ein. Und übersetzte Adressen gelten je Sprache, nicht je Markt.
Apps von Drittanbietern: Langify und Geolizr
Neben den eingebauten Funktionen gibt es Apps im Shopify App Store. Langify übersetzt Shop-Inhalte und Texte anderer Apps, erkennt die Sprache der Besucher und kann sie automatisch weiterleiten. Geolizr vom selben Anbieter zeigt länderspezifische Inhalte, Pop-ups und Hinweise, leitet Besucher auf den passenden Länder-Shop weiter und zeigt Preise in der Landeswährung an. Beide Apps sind im Oktober 2026 weiterhin im App Store gelistet.
Prüfen Sie vor der Installation, ob die eingebauten Funktionen von Shopify nicht schon ausreichen. Zusätzliche Apps bringen oft weiteren Code in den Shop und laufende Kosten. Sinnvoll sind sie vor allem dort, wo Shopify selbst zurückhaltend ist, etwa bei Länderhinweisen und Weiterleitungen für Kunden aus der EU.
Vorteile: ein Shop für mehrere Länder
Der Verkauf ins Ausland über Ihren bestehenden Shopify-Shop hat eine niedrige Einstiegshürde. Sie müssen nicht in eine neue Shop-Infrastruktur investieren. Bestellungen, Kunden und Daten aus allen Ländern laufen in einem Shop zusammen, und Sie pflegen Produkte, Bestände und Apps nur einmal. Shopify-Themes sind für Übersetzungen vorbereitet, und für Sonderfälle gibt es Apps, die Ihnen beim Lokalisieren helfen.
Die Übersetzung Ihres Shops und Preise in der Landeswährung zeigen Kunden, dass Sie sich auf ihren Markt einstellen. Dieser Weg eignet sich besonders für Händler, die gerade erst im Ausland starten.
Nachteile: Grenzen eines einzigen Shops
Viele Einschränkungen aus der ersten Fassung dieses Artikels gibt es nicht mehr. Theme-Inhalte, Produktverfügbarkeit, Preise und Domains lassen sich je Markt anpassen, und Produktadressen lassen sich übersetzen. Einige Grenzen bestehen aber weiterhin:
- Produkt-, Artikel- und Blog-Tags lassen sich nicht übersetzen. Den Tag-Filter auf Kategorieseiten sehen nur Kunden in der Standardsprache des Shops.
- Übersetzte Adressen gelten je Sprache, nicht je Markt. Deutschland und Österreich nutzen also dieselben deutschen Produkt-Handles.
- Preisrundung und der volle Funktionsumfang für Landeswährungen setzen Shopify Payments voraus.
- Der Grundpreis wird in allen Märkten mit derselben Einheit angezeigt.
- Alle Märkte teilen sich einen Shop: dieselbe Produktdatenbank, dieselben Apps und dieselben Grundeinstellungen. Wer im Zielland ein grundlegend anderes Sortiment, eine eigene Marke oder einen eigenen Kaufprozess braucht, stößt hier an Grenzen.
Wenn Sie Ihren Shop noch gezielter auf ausländische Kunden ausrichten möchten, kann deshalb ein separater Shop sinnvoll sein, der auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe zugeschnitten ist.
Mehrere Shopify-Shops: wann sich ein zweiter Store lohnt
Wer bereits Erfahrung auf ausländischen Märkten hat, sollte die Eröffnung eines weiteren Shops oder den Wechsel zu Shopify Plus in Betracht ziehen. Prüfen Sie zunächst, ob Ihr Produkt für die neue Zielgruppe geeignet ist, bewerten Sie Ihre Wettbewerber und entscheiden Sie, ob Sie Ihre Produkte in größerem Umfang exportieren können. Sind Sie bereit, Ihre internationalen Verkäufe auszubauen, ist ein zusätzlicher Shop der nächste Schritt.
Ein eigener Shop gibt Ihnen mehr Freiheit, Ihr Angebot zu individualisieren, Ihre Werbung zu entwickeln und den Kaufprozess an lokale Bedürfnisse anzupassen. Der Preis dafür: Die Shops sind voneinander unabhängig. Einstellungen, Produkte, Kollektionen und Bestände werden zwischen ihnen nicht abgeglichen, Apps werden je Shop abgerechnet, und kostenpflichtige Themes brauchen für jeden Shop eine eigene Lizenz. Sie pflegen also vieles doppelt oder brauchen eine Lösung, die Daten zwischen den Shops abgleicht.
In vielen Fällen ist deshalb ein Shop mit mehreren Märkten der sinnvolle Start. Ein zweiter Shop lohnt sich eher, wenn ein Land so wichtig wird, dass eigene Kampagnen, ein eigenes Sortiment oder ein eigenes Team den doppelten Pflegeaufwand rechtfertigen.
Sind zusätzliche Shops im Shopify-Abonnement enthalten?
Das hängt vom Tarif ab. In den Tarifen Basic, Grow und Advanced wird jeder Shop einzeln abgerechnet, auch wenn mehrere Shops zu einer Organisation gehören. Ein zweiter Shop braucht also ein eigenes Abonnement. Laut Shopify-Preisseite kosten die Tarife bei jährlicher Zahlung 27 € (Basic), 79 € (Grow) und 289 € (Advanced) im Monat, bei monatlicher Zahlung 36 €, 105 € und 384 € (Stand Oktober 2026).
Mit Shopify Plus können Sie bis zu neun zusätzliche Shops ohne Aufpreis betreiben, sogenannte Expansion Stores. Zusammen mit dem Hauptshop sind das zehn Shops in einem Vertrag. Jeden davon können Sie mit eigenen Zahlungs- und Versandoptionen für einen anderen Markt einrichten. Expansion Stores müssen laut Shopify allerdings Erweiterungen der Hauptmarke sein, mit demselben Shopnamen und Branding, und dieselbe Art von Waren anbieten. Für eine eigene Marke im Zielland sind sie also nicht gedacht.
Shopify Plus kostet laut Shopify-Hilfe 2.250 € im Monat bei einem Jahr Laufzeit oder 2.100 € im Monat bei drei Jahren. Für komplexere Unternehmen mit hohem Volumen kann eine umsatzabhängige Plattformgebühr hinzukommen.
Wer einen kleineren Tarif hat, kann also entweder auf Shopify Plus wechseln oder seinen Tarif behalten und für ausländische Kunden einen weiteren Shop mit eigenem Abonnement eröffnen. Ab wann sich Plus rechnet, hängt davon ab, wie viele Shops Sie betreiben wollen und welche Plus-Funktionen Sie darüber hinaus nutzen.
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